Rckbau deutscher AKW-Anlage kostet Milliarden

Fr den Rckbau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe werden insgesamt mindestens 2,17 Milliarden Euro fllig.
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17.01.2008

Das sei mehr als doppelt so viel wie ursprünglich vorgesehen, kritisierten die SPD-Abgeordnete soeben in Berlin. Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sylvia Kotting-Uhl, erklärte zu dem Kostenanstieg: „Die Atomwirtschaft kann nur deshalb über billigen Atomstrom schwadronieren, weil die Gesellschaft einen großen Teil der Kosten ihrer Abenteuer bezahlt.“

Der Fall WAK stehe exemplarisch für den verantwortungslosen Umgang der Atomlobby mit ihrem Atommüll.

Auf Verlangen des Haushaltsausschusses hatte das Bundesforschungsministerium eine neue Projektkostenschätzung vorgelegt, die aktuell Mehrkosten von weiteren 239 Millionen Euro ausweist. Bereits im Februar 2006 hatte der Haushaltsausschuss über zusätzliche überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 562,1 Millionen Euro zu entscheiden.


Kosten für die Endlagerung noch nicht eingerechnet

Die SPD-Politiker bemängelten, die Kostensteigerungen von rund 800 Millionen Euro allein in dieser Legislaturperiode lägen höher als das, was an Fördermitteln des Bundes im Hochschulpakt für den Kapazitätsausbau und für Studienanfänger vereinbart wurde. Und in den Gesamtkosten seien die Kosten für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle noch nicht einmal enthalten.

Ihr Fazit: „Es war ein Kardinalfehler des früheren Bundesforschungsministers Heinz Riesenhuber, die großen Energieversorgungsunternehmen aus ihrer Verantwortung für die atomaren Altlasten der WAK zu entlassen und die Risiken und die Kostensteigerungen dieses Projektes allein den Steuerzahlern aufzubürden.“ Es zeige sich, dass die angeblich preiswerte Kernkraft Investitionen in die Zukunft gefährde.
Quelle:
OÖ Nachrichten 2008
© apa/nachrichten.at




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