Geothermie fr 1.500 Haushalte in Bruchsal

"An diesem Projekt haben wir 35 Jahre gearbeitet", sagte Bruchsals Oberbrgermeister Bernd Doll bei der feierlichen Grundsteinlegung fr Baden-Wrttembergs erstes Geothermiekraftwerk.
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17.01.2008

Anlass zum Umdenken in der Energieversorgung sei die erste Ölpreiskrise in den Siebzigern gewesen. Damals sei er verlacht worden, sagte Bernd Doll. Und jetzt saßen einige seiner früheren Kritiker in der ersten Reihe im Festzelt und applaudierten dem Projekt und ihrem Oberbürgermeister.
 
Auch die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner gratulierte zum „langen Atem auf diesem langen Weg. In Baden-Württemberg sind neben Geothermie auch Solarstrom und Windräder stark im Kommen“, versicherte die die Ministerin. „Wir müssen den Klimaschutz nicht nur meinen, sondern auch umsetzen“, fügte sie hinzu. Deshalb sei sie froh, dass jetzt „die unendliche Geschichte der Geothermie in Bruchsal ein gutes Ende“ finden werde. Ab Herbst 2008 sollen in Kraichgau-Metropole zwischen 1.000 und 1.500 Familien mit Strom und später auch mit Wärme aus Geothermie versorgt werden. Dadurch können pro Jahr bis zu 5.000 Tonnen CO2 eingespart werden, ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
 
Dr. Hans-Josef Zimmer, Mitglied des Vorstands der EnBW, erläuterte die technischen Schwierigkeiten vom ersten Spatenstich 1983 bis zur jetzigen Grundsteinlegung. Die EnBW, die das Projekt zusammen mit Siemens baut, habe viel Lehrgeld bezahlen müssen, aber es habe sich gelohnt. „Die Geothermie hat in Baden-Württemberg ein großes Potential“, sagte Zimmer und gratulierte dem Oberbürgermeister zur Vorreiterrolle.
 
Die Bruchsaler Geothermie wird aus 2.500 Metern Tiefe hochgeholt. Diese Tiefenerdwärme garantiert eine regionale Energieversorgung. „Energie von hier“ hieß das Motto der Grundsteinlegung in Bruchsal.
Quelle:
Sonnenseite 2008




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