CO 2-neutrales Baugebiet mit Solar-Heizkraftwerk entsteht in der Eifel

Nie mehr rger mit steigenden l- und Gaspreisen und dafr Energiekosten, die fr die nchsten zehn Jahre im untersten Bereich liegen, das soll das laut INNOVAT GmbH erste Solar-Heizkraftwerk in Deutschland mglich machen. Im Eifelkreis Bitburg-Prm wird auf einer Flche von rund fnf Hektar das CO2-neutrale Wohnbaugebiet "Im Brodschrank" entstehen. Am nordstlichen Rand des Baugebietes plant der Luxemburger Investor Innovat auf einer Flche von rund 3.000 Quadratmetern das solare Heizkraftwerk. In einem Systemkreislauf sollen dort Energie, Heizwrme und Warmwasser erzeugt werden. Das Herzstck wird eine thermische Solaranlage mit Vakuum-Rhrenkollektoren bilden.
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17.01.2008

Der zusätzliche Einsatz von Wärmepumpen, hoch wärmegedämmten Pufferspeichern sowie einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung soll den kompletten Energiebedarf für die 42 Wohneinheiten decken. Nur rund elf Euro werden die monatlichen Kosten für den Heizwärmebedarf eines Einfamilienhauses betragen, verspricht die INNOVAT GmbH in einer Pressemitteilung.


Solares Nahwärmenetz für Wohngebäude

"Wir wollen neue Perspektiven in der regenerativen Energieversorgen aufzeigen, wo sonst nur Standards zur Anwendung kommen", erklärt Innovat-Geschäftsführer Ewald Schares seine Investitionen. "Wir wollen die einmalige Chance nutzen, mittels eines Solarkraftwerkes über ein Nahwärmenetz die Wohngebäude mit Energie zu versorgen und dabei die Kosten für den Wärmebedarf auf zehn Jahre festlegen", fügt Schares hinzu. Mit dieser Vorgabe sei das Projekt einmalig in Deutschland und ein innovatives Modell für CO2-neutrales Bauen und Wohnen. Dabei kooperiere Innovat mit erfahrenen Partnern. Die Firma Olymp aus Österreich beispielsweise habe sich seit Jahren auf den Bau von ökologischen Heizsystemen mit thermischen Solaranlagen und Wärmespeichern spezialisiert.


Energieeffizientes Bauen und Wohnen als Standard

Der Investor aus dem luxemburgischen Berdorf trägt die kompletten Erschließungskosten. Geschäftsführer Ewald Schares hat energetische Mindeststandards für die neuen Wohnhäuser vorgegeben. Energieeffizientes Bauen ist die Leitidee für das fünf Hektar umfassende Baugebiet "Im Brodschrank". Niedrigenergiestandards würden zum Beispiel anhand des so genanntem "KFW60-Haus" realisiert. Der Heizwärmebedarf (Primär-Energiebedarf) für diesen Haustyp betrage pro Jahr maximal 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Im Durchschnitt sollen sogar nur 40 Kilowattstunden erreicht werden. "Unsere Motivation, ein neues Wohnbaugebiet absolut CO2-neutral mit Energie zu versorgen, hat dazu geführt, dass wir alle Häuser über ein Nahwärmenetz mittels Kraft-Wärme-Kopplung versorgen", erklärt Ewald Schares. Die in die Speicherzentrale eingespeiste Energie werde über das Nahwärmenetz zu den jeweiligen bei den Abnehmern befindlichen Warmwasserspeichern (Hauswärmezentrale) befördert. Die energetische Beladung erfolgt bedarfsgesteuert und geregelt. Die Hauswärmezentrale verfüge zusätzlich über einen elektrisch betriebenen Heizstab als Backup-System um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jeder Hausbesitzer könne zusätzlich eigene Energie in die Hauswärmezentrale einspeisen, zum Beispiel über einen wassergeführten Kaminofen.


Erster Spatenstich bis März 2008 geplant

Jede Wohneinheit erhält eine Regenwasserzisterne mit 5.000 Litern Fassungsvermögen. Der Verbrauch von wertvollem Grundwasser wird durch die Bewirtschaftung mit Regenwasser deutlich gesenkt. "Wir wollten ein ökologisches Gesamtkonzept bieten, das sich für den Bauherren mit niedrigen Energie- und Versorgungskosten rechnet", sagt Ewald Schares. Bis zum März sei der erste Spatenstich geplant. Für interessierte Bauherren und Bürger hat das Unternehmen eine eigene Geschäftsstelle in Roth eingerichtet.

17.01.2008  
Quelle: INNOVAT GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: INNOVAT GmbH




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