Steinkohlekraftwerke sind unwirtschaftlich

Eine aktuelle Studie zeigt: Steinkohlekraftwerke sind nicht wirtschaftlich, wenn die CO2-Emissionsrechte ab 2013 vollstndig versteigert werden.
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19.01.2008

Die aktuelle Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und des arrhenius Instituts für Energie- und Klimapolitik, Hamburg zeigt: Steinkohlekraftwerke wie das geplante Kraftwerk in Hamburg-Moorburg sind nicht wirtschaftlich, wenn die CO2-Emissionsrechte ab 2013 vollständig versteigert werden.

Dazu Dr. Helmuth Groscurth, Geschäftsführer des arrhenius Instituts: „Steinkohlekraftwerke waren auch vor Einführung des Emissionshandels wirtschaftlich nicht tragfähig. Sie sind nur dann wirtschaftlich, wenn die Kosten für Emissionsrechte auf den Strompreis aufgeschlagen, diese aber gleichzeitig vom Staat kostenlos zugeteilt werden. Das Klimaschutz- Instrument „Emissionshandel" würde so zu einer Art Subvention für neue Kohlekraftwerke." Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine stringente Klimaschutz-Strategie, die in erster Linie auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzt, technisch machbar und wirtschaftlich tragfähig ist.

"Die Potenziale für erneuerbare Energien, Stromsparmaßnahmen und Kraft-Wärme-Kopplung mit hocheffizienten Gaskraftwerken reichen aus, um den gesamten Strombedarf der Großstadt abzudecken.", sagt Dr. Martin Pehnt vom IFEU. Damit könnten die CO2-Emissionen mittelfristig um 80 Prozent gesenkt werden. „Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, dass die Großhandelspreise für Strom heute zu niedrig sind, um den Bau neuer Kraftwerke zu ermöglichen", so Groscurth weiter.
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