Solarpionier Schfer: Sonnenenergie fr Afrika

Auch in Afrika funktionieren Photovoltaikanlagen nur, wenn es hell ist. Woher aber soll nachts der Strom herkommen?
Kategorie:
20.01.2008

Dieses Problem ist lösbar, sagten sich der Kölner Solarpionier Michael Schäfer und seine 70 Mitarbeiter. Sie kombinieren Solaranlagen mit Generatoren, die mit Bioöl laufen (Stromerzeugung mit einer Solar-Hybrid-Anlage mit Pflanzenöl-Aggregat). Die Mitarbeiter der Energiebau Solarstromsysteme  koppeln eine Photovoltaikanlage mit einem Dieselgenerator, der mit reinem Pflanzenöl betrieben wird.

Das Öl wird aus der Jatropha-Pflanze  gewonnen, die auch auf kargen afrikanischen Böden wächst und bisher nicht genutzt wurde. Dieses Kombinationskraftwerk liefert Strom in Krankenhäusern und in Fabriken, in Privathäusern und Schulen.
 
„Wir haben die Schlüsseltechnik für Entwicklung“, sagt Michael Schäfer stolz. Zwei seiner Mitarbeiter, die sich für Afrika interessieren, haben den Anstoß gegeben. Schäfer arbeitet in Kooperation mit der Inwent Internationale, die ihrerseits für die Bundesregierung und internationale Organisationen arbeitet. Seit 2003 werden die erneuerbaren Energiesysteme in  Afrika installiert. Auch „Brot für die Welt“ und „Misereor“ sind in das Geschäft integriert.
 
Schäfers Mitarbeiter betreiben eine Photovoltaikanlage auf ihrem Firmengelände im Kölner Stadtteil Butzweilerhof. Nach Pilotprojekten in Ghana, Tansania und Mali wurde 2006 das bisher größte Projekt in Mbinga in Tansania installiert. Schäfer erhielt für sein Afrika-Engagement eine Auszeichnung der Universität Harvard. Seine Firma arbeitet inzwischen außer in Afrika in Indonesien, Spanien, Frankreich und in den Beneluxländern.
Quelle:
Sonnenseite 2008




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