Wie lange reichen die Schtze der Erde?

Das l geht zu Ende. Doch der Planet hat noch mehr zu bieten.
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22.01.2008

Der Ölpreis kratzt an der 100-Dollar-Marke. China beginnt, Dieselkraftstoffe zu rationieren. Die Internationale Ener- gieagentur warnt zum ersten Mal in ihrer Geschichte vor einer Angebotskrise. Und der venezolanische Präsident Hugo Chavez droht, der Ölpreis könne gar auf 200 Dollar pro Barrel steigen, falls die USA einen neuen Krieg beginnen. Was sich anhört wie Science-Fiction, ist die Nachrichtenlage im Winter 2007/2008.

Ist das jetzt schon "Peak Oil" - der kritische Punkt in der Geschichte der Ölförderung? Haben wir bereits den Augenblick erreicht, den der ehemalige Erdölgeologe Colin Campbell als "größten Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit" bezeichnet? Tritt das, was der Erdölgeologe M. King Hubbert für die USA zutreffend voraussagte, jetzt auch für den ganzen Globus ein - dass die Ölförderung nicht mehr gesteigert werden kann? Oder haben wir noch Zeit bis 2020, wie es die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) verkündet?

Für Jörg Schindler von der Beratungsfirma Ludwig Bölkow Systemtechnik ist es bereits so weit. "Wir gehen davon aus, dass die jährliche Ölproduktion bereits seit 2006 zurückgeht", erklärt Schindler das Ergebnis einer Studie, die er mit anderen Experten der "Energy Watch Group" erstellt hatte. Schindler kritisiert vor allem die offiziellen Projektionen, die sich unkritisch auf die Reserveangaben der OPEC-Länder verließen.

Viele Erdölstaaten geben seit zwei Jahrzehnten stets Ölreserven in gleichbleibender Größenordnung an - eine wundersame Vermehrung, denn das bedeutet ja, dass diese Länder Jahr für Jahr genauso viel neues Erdöl entdecken, wie sie im Vorjahr exportiert haben. "Das ist offensichtlicher Unsinn", sagt Schindler: "Man kann sich ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass gleich mehrere Länder jedes Jahr zufällig genauso viel Öl neu finden, wie sie fördern." ...


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