Barroso: Klimaschutz rechnet sich

EU-Prsident Jos Manuel Barroso nennt die EU-Klimaschutz-Beschlsse in dieser Woche historisch.
Kategorie:
27.01.2008

Das könnten sie tatsächlich werden, wenn sie noch erweitert und dann tatsächlich auch umgesetzt werden. Die EU hatte nämlich im letzten Jahr beschlossen, dass sie ihre CO2-Emissionen nicht nur um 20 %, sondern um 30 % reduzieren wolle, wenn sich andere Industriestaaten dem 20 %-Ziel anschließen. Die jetzt beschlossenen Reduzierungen von 20 % sollen bis 2050 sogar 80 % betragen.
 
 
Die EU setzt auf das Modell „Mit gutem Beispiel vorangehen“
Diese Politik wirkt natürlich nur, wenn sie tatsächlich auch umgesetzt wird. Die neuen Klima- und Energiegesetze der EU sind zwischen den 27 EU-Staaten fair ausbalanciert. Die reichen und industriell entwickelteren Länder müssen mehr leisten, damit den weniger entwickelten in Süd- und Osteuropa noch Entwicklungsspielraum bleibt.
 
Fest steht: Klimaschutz kostet – drei Euro pro Person pro Woche – hat Barroso vorgerechnet – aber kein Klimaschutz kostet die Zukunft. Letzteres übersehen die Bedenkenträger in der Wirtschaft häufig, weil sie die Folgekosten ihres bisherigen Handelns ausklammern und sich die Chancen der Erneuerbaren Energien und von Energieeffizienz nicht vorstellen können.
 
Heutige Investitionen in Klimaschutz sind vermiedene Energiekosten und Katastrophenkosten von morgen. Klimaschutz ist schon mittelfristig preiswerter als die weitere Klimazerstörung. Klimaschutz ist primär ein mentales und kein finanzielles oder technisches Problem.
 
Wenn Ökonomen richtig rechnen lernen, wird Klimaschutz auch rentabel und ein  gutes Geschäft.
 
Wenn Deutschland bis 2020 gar 40 % CO2 einspart, was Angela Merkel für möglich hält, hat es riesige ökonomische Chancen für gute Geschäfte mit der ganzen Welt – und bis zu einer Million neue Arbeitsplätze im Umweltbereich. Worauf also warten wir noch?
Quelle:
Sonnenseite 2008




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