Volvo: Atomstrom nein danke!

Volvo verabschiedet sich ab Januar 2008 vom bisherigen Atomstrom und steigt zu 100% auf kostrom zur Produktion seiner Autos um.
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30.10.2007

Die schwedischen Autobauer gehören in Skandinavien zu den größten Stromverbrauchern. Damit wird erstmals in der Praxis bewiesen, dass auch große Firmen, die sehr viel Strom verbrauchen, komplett umsteigen können, wenn sie es nur wirklich wollen.
 
Volvo-Umweltchef Inge Horkely sagte, der Verbrauch von Atomstrom passe nicht mehr zum gewünschten Öko-Image seines Konzerns. Hauptargument der schwedischen Autobauer gegen Atomstrom ist die ungelöste Entsorgung atomaren Mülls.
 
Erneuerbare Energien sind in Skandinavien bisher hauptsächlich Wasserkraft und Bioenergie. Doch Volvo setzt jetzt auch auf Windenergie in großem Stil. Für die Volvo-Fabrik im belgischen Dorf Gent hat der Konzern bereits drei Windräder auf eigenem Werksgelände bauen lassen. Der Windstrom reicht bereits für die Hälfte der benötigten Strommenge. Auch die zweite Hälfte des benötigten Stroms kommt in Gent aus grünen Quellen. Die Wärme wird über Solaranlagen und Biomasse produziert. Damit ist Gent wohl weltweit die erste Autofabrik mit CO2-neutraler Fahrzeugproduktion.
 
Wenn Volvo jetzt noch lernt, nicht nur spritsparend Autos zu produzieren, sondern auch spritsparende Autos zu bauen, dann entspricht das neue Öko-Image wirklich der real existierenden Autowelt. Denn Autos sind noch nicht dadurch ökologisch, dass sie ohne Atomstrom produziert werden. Also, liebe Volvo-Manager, wir freuen uns über den ersten richtigen Schritt in eine neue Richtung und warten jetzt gespannt auf den nächsten.
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