Israelisches Fotovoltaik-Programm bietet Lieferchancen

Israel hat ein Programm zur dezentralen fotovoltaischen Stromerzeugung initiiert.
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01.02.2008

Laut Regierungsvorgaben dürfen Haushalte Anlagen mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 15 KW installieren und an das landesweite Elektrizitätsnetz anschließen; bei Unternehmen sind es jeweils 50 KW. Käufern steht es frei, sich bei Lieferanten ihrer Wahl zu versorgen.

Wie das für das Projekt zuständige Infrastrukturministerium gegenüber der bfai erklärte, werden die letzten Details des im Entwurf veröffentlichten Programms nach der Anhörung etwaiger Verbesserungsvorschläge aus Wirtschaft und Bevölkerung festgelegt. In jedem Fall aber sei die Veröffentlichung einer Ausschreibung oder einer geschlossenen Lieferantenliste nicht vorgesehen. Vielmehr stehe den Käufern der Erwerb einer fotovoltaischen Anlage (PV) bei jedem Anbieter frei, dessen Produkte den relevanten Normen genügen. Das gilt für inländische ebenso wie für ausländische Lieferanten.

Im Rahmen des Programms soll laut Regierungsvorgabe eine Stromerzeugungskapazität von 50 MW installiert werden. Den teilnehmenden Privathaushalten wird ein Anteil von mindestens 20% der gesamten zu installierenden Kapazität garantiert, gewerblicher Erzeuger dürfen auf nicht mehr als 80% kommen.

Die Anlagen sollen der Eigenversorgung und der Einspeisung von Erzeugungsüberschüssen in das landesweite Netz dienen. Um einen ausreichenden Anreiz für die Installation zu schaffen, ist geplant, dass die Produzenten für überschüssigen Strom 2,04 Neue Schekel (NIS), rund 52 US-Cent, erhalten. In den ersten Jahren wird der Tarif jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise sowie an den Wert des NIS gegenüber dem US$ und dem Euro angepasst. Ab 2010 wird die Vergütung je KWh um 4% pro Jahr reduziert. Das Aufstellen einer PV-Anlage ist auf Dächern, an Wänden und Fenstern sowie in privaten Gärten erlaubt.




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