RWE will Kohlekraftwerke in Griechenland bauen

Die Proteste in Athen gegen den Neubau von RWE Kohlekraftwerken sind verstndlich und berechtigt.
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05.02.2008

Griechenland hat im letzten Sommer in einer nationalen Tragödie die Konsequenzen der Klimaveränderung spüren müssen. Mitten in einer nie da gewesenen Hitze- und Trockenperiode haben außer Kontrolle geratene Waldbrände ganze Dörfer mitsamt einem Teil der Bewohner verbrannt. Es ist unglaublich, dass RWE ausgerechnet in dieses von der Erderwärmung heimgesuchte Land eine der europaweit größten CO2- Schleudern bauen will.

RWE muss auch aufpassen, nicht in den Verdacht von Korruptionsskandalen zu gelangen. Die Siemens-Korruptionsaffäre schlägt gerade in Griechenland besonders hohe Wellen -nicht nur in der Handysparte, sondern auch im Energiebereich. Viele hochrangige Persönlichkeiten Griechenlands stehen in Verdacht, in die Korruptionsfälle verstrickt zu sein. So ist beispielsweise der Präsident der deutsch-griechischen Handelskammer Christoforakos noch immer nicht von seinem Amt zurückgetreten, obwohl ihm massive Korruptionsfälle vorgeworfen werden. Große Kraftwerksprojekte haben sich in der Vergangenheit immer wieder als korruptionsanfällig erwiesen. 

RWE wäre gut beraten, mit der neuen Sparte Erneuerbare Energien in Griechenland Windkraftanlagen, Solarparks, Meeresenergien und Erdwärme zu bauen. So kann die notwendige Stromversorgungssicherheit in Griechenland gewährleistet werden und gleichzeitig Klimaschutz.

Der aktuelle nationale Notstand in Südafrika infolge von Stromengpässen wegen Verfügbarkeitsengpässen im globalen Kohlenmarkt, sollte den Griechen Warnung genug sein, nicht auf die immer teurere und unsichere Kohle zu setzen.




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