Al Gore und Weltklimarat IPCC erhalten Friedensnobelpreis

Eine unbequeme Wahrheit fr Washington. Der ehemalige US-Vizeprsident Al Gore und der UN-Klimarat IPCC erhalten den diesjhrigen Friedensnobelpreis.
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13.10.2007

Für seinen Film “Eine unbequeme Wahrheit“ hat Al Gore in Hollywood schon einen Oscar bekommen. Und jetzt auch noch den Friedensnobelpreis. Was hat Umweltschutz eigentlich mit Frieden zu tun?

In seinem Film und seinem gleichnamigen Buch macht der einstige Vize-Präsident der USA und Beinahe-Präsident des Jahres 2000 deutlich, dass wir heute einen dritten Weltkrieg gegen die Natur führen.  
 
Wie kein anderer Politiker hat Al Gore das seit 20 Jahren erklärt ­ und zwar auf der ganzen Welt, in unzähligen Konferenzen und Reden. 1997 in Kyoto gelang es ihm, in geschicktem Zusammenspiel mit der damaligen deutschen Umweltministerin Angela Merkel, das Kyoto-Protokoll gerade noch zu retten.
  
Al Gore ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein engagierter Klimaschützer ohne politisches Amt mehr erreichen kann als mit einem. Das Nobelpreiskomitee hat eine sehr gute Entscheidung getroffen. Klimaschutz wurde damit endgültig zum Spitzenthema der Weltpolitik im Jahr 2007.
  
Den ausführlichen Kommentar finden Sie hier

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
„Im Namen der Bundesregierung gratuliere ich Al Gore und dem Weltklimarat herzlich zum Friedensnobelpreis. Wir begrüßen die Entscheidung des Nobelkomitees sehr, weil sie das Thema Klimaschutz in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit rückt. Die Regierungszeit von Al Gore hat aber auch die Probleme aufgezeigt, die bei der Lösung dieses drängenden Menschheitsproblems bestehen, und mit denen wir heute noch zu kämpfen haben."


Germanwatch
Der IPCC hat zwischen 1991 und 2007 vier, den wissenschaftlichen Konsens repräsentierende, Berichte zum globalen Klimawandel veröffentlicht. "Ein vergleichbares Netzwerk mit tausenden von Wissenschaftlern aus Industrie- und Schwellenländern zur Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Bearbeitung eines so komplexen Problems hat es in der Menschheitsgeschichte noch nie gegeben", so Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch.

Die größten Erfolge der internationalen Bemühungen um einen weltweiten Klimaschutz konnten immer nach Veröffentlichungen der IPCC-Berichte erzielt werden. Die Klimarahmenkonvention wurde nach dem ersten, das Kyoto-Protokoll nach dem zweiten Bericht veröffentlicht. "Und wir setzten nun darauf, dass nach dem gerade erschienenen vierten Bericht bis 2009 ein wegweisendes UN-Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012 verabschiedet werden wird", ergänzt Bals.




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