Energieverbrauch wird sich bis 2050 verdoppeln

Nach einer Studie des Weltenergierates (WEC/World Energy Council) wird der weltweite Energieverbaruch in den kommenden Jahrzehnten nochmals deutlich steigen.
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17.11.2007

Danach wird die globale Nachfrage nach Energie bis 2050 um 70 bis 100 Prozent steigen, sich also praktisch verdoppeln. Die Preise für Energie in allen Formen - Öl, Gas, Kohle, Strom, Wind- und Wasserkraft und Kernenergie - werden demnach deutlich anziehen.

Eine Preisprognose enthält die Studie nicht, doch hält der WEC generell hohe Energiepreise für wahrscheinlich und sinnvoll. "Höhere Preise erlauben es, mehr in die Energieerzeugung und in Forschung und Entwicklung zu investieren und sie verbessern die Energieeffizienz", sagte der südafrikanische Energiemanager Brian A. Statham, der die Studie vorstellte. Um auch armen Ländern einen breiteren Zugang zu Energie zu ermöglichen, kämen in erster Linie Wasser- und Solarkraftwerke infrage. Auch zur Lösung der Umweltprobleme sei ein erhöhter Forschungsaufwand notwendig, etwa bei der Entwicklung von «sauberen» Kohlekraftwerken, die kein CO2 ausstoßen.

Gegenwärtig könnten rund zwei Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung, keine kommerzielle Energie nutzen. Grundsätzlich gebe es aber keine Engpässe bei Ressourcen, Kapital oder Technologie, die einer breiteren Energienutzung entgegenstünden. Problem sei vielmehrTransport und Verteilung der Energie. In vielen Ländern fehlten die Voraussetzungen wie zum Beispiel Stromnetze oder Gas-Versorgungsleitungen. Das gelte auch für etliche der Riesenstädte in den Entwicklungsländern. "Wir können es schaffen, mehr Menschen mit Energie zu versorgen, aber es ist eine große Aufgabe", sagte Statham. Dazu sei es nötig, alle Energieträger zu nutzen.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete die Beziehung zwischen Energieverbrauch und Umwelt als "größte Herausforderung für unsere Generation". Die EU habe eine Vielzahl von Maßnahmen beschlossen, um den Ausstoss klimaschädlicher Gase bis 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.




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