chtung von Kohle, l und Erdgas

Am Montag, 03.12.07, hat in Bali die 13. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention begonnen. In Bali soll ein Verhandlungszeitplan festgelegt werden. Doch worber soll berhaupt verhandelt werden?
Kategorie:
05.12.2007

Dazu erst einmal ein Blick auf die Notwendigkeiten
In der Kurzzusammenfassung des letzten IPCC-Berichts durch das BMU  ist zu lesen, dass man die Gefährlichkeit der erwarteten Temperaturerhöhung bisher unterschätzt habe. Auch habe man bisher noch gar nicht alle Effekte berücksichtigt, die sich selbst verstärken (im Bericht des BMU ist die Rede von "Rückkopplungen"). Dazu gehört z.B. die Tatsache, dass beim Auftauen der Permafrostböden Methangas frei wird, das seinerseits die Temperaturen weiter ansteigen lässt.
 
Die Klimakatastrophe entwickelt sich nach den Gesetzen der Physik - und die lassen sich durch Verhandlungen nicht verändern! Worüber soll dann also überhaupt verhandelt werden? Die einzige Chance der Menschheit liegt darin, dass Alle den CO2-Ausstoß so rasch wie möglich BEENDEN, bevor es zu spät ist, bevor die sich selbst verstärkenden Rückkopplungen überwiegen und es zu einem "runaway climate change" - einer nicht mehr umkehrbaren fortwährend schneller ansteigenden Erwärmung - kommt.


Also brauchen wir zweierlei:
  • Eine internationale Ächtung der fossilen Energien - ähnlich wie damals im September 1987 die erfolgreiche internationale Ächtung der FCKW, die die Ozonschicht zerstören. Dazu braucht man Verhandlungen. Aber was die Ächtung der fossilen Energien anbelangt, so muss man derzeit allerdings befürchten, dass die deutschen Verhandlungsführer noch nicht einmal die physikalische Notwendigkeit verstanden haben. Sie vertreten die Idee, die Nutzung der fossilen Energien mit verbesserten Wirkungsgraden, also mit weniger CO2-Ausstoß fortzusetzen, oder das entstehende CO2 irgendwie unterirdisch zu lagern - also der Wunsch nach einer Übergangslösung auf fossiler Basis. Doch für eine Übergangslösung ist es längst zu spät, wie die oben erwähnten neuen Erkenntnisse des IPCC zeigen. Nur noch ein Totalausstieg kann uns retten.
  • Damit die Volkswirtschaften auch ohne fossile Energien weiter gedeihen können, brauchen wir außerdem das rasche Aufwachsen der CO2-freien Erneuerbaren Energien und eine vollständige Umstellung auf diese Art der Energieversorgung. Für diese Aufgabe sind internationale Verhandlungen nicht das geeignete Mittel. Neue Technologien werden nicht durch internationale Verhandlungen eingeführt. Das war weder bei der Fernsehtechnik, noch bei der Computertechnik, noch beim Handy der Fall.
    Bei der Markteinführung neuer Technologien kommt es auf nationale günstige Rahmenbedingungen und auf Unternehmerinitiative an. Zu den Rahmenbedingungen gehört insbesondere eine Verbesserung der Einspeisevergütungen für die Windenergie im Binnenland, für Kleinwasserkraftwerke und für die Sonnenenergie. Von dieser dringenden nationalen Aufgabe dürfen wir uns durch den Blick nach Bali nicht ablenken lassen. Und wir müssen auch nicht abwarten, was in den Folgekonferenzen entschieden werden wird.
    Deutschland hat unabhängig von Bali schon jetzt zuhause wichtige Aufgaben. Die Bevölkerung wünscht sich eine Vorreiterrolle bei der Umstellung der Energieversorgung auf heimische Erneuerbare Energien.
Wir sollten weitermachen bei dem, was möglich ist. 100% Erneuerbare Energien sind möglich, deutschlandweit, europaweit, weltweit. Wir müssen es nur wollen.




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