USA und EU wollen Handel mit Umwelt-Technologie erleichtern

Die USA und die EU wollen im Kampf gegen den Klimawandel den weltweiten Handel mit umweltfreundlicher Technologie wie Solarzellen-Technik und Windgeneratoren erleichtern.
Kategorie:
07.12.2007

Um dies zu erreichen, sollten Zollschranken und andere Handelshindernisse für grüne Schlüsseltechnologien abgeschafft werden, teilte die US-Regierung in Washington mit. Der gemeinsame Vorschlag solle im Zuge der Doha-Runde in der Welthandelsorganisation (WTO) beraten werden. 

Zudem solle er bei der Klimakonferenz in Bali präsentiert werden, verlautete in Washington. Ziel der Abschaffung der Handelshindernisse sei es, die Kosten für Umwelt-Technologie zu senken, sagte die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab. Es handele sich um eine „bisher beispiellose Chance“ der WTO-Mitglieder, zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen.

Der weltweite Handel mit Umwelt-Technologie habe seit Jahren zweistellige Wachstumsraten und habe im Jahr 2006 ein Volumen von 613 Milliarden Dollar (419 Mrd Euro) erreicht. Zugleich unternahm der US-Kongress einen erneuten Anlauf, die amerikanische Automobilindustrie zum Bau von Umwelt freundlicheren Autos zu bewegen.

Demokraten und Republikaner erarbeiteten einen Kompromissentwurf, wonach die Industrie bis zum Jahr 2020 Autos produzieren muss, die bis zu 40 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sprach von einem „historischen Gesetzesentwurf in Sachen Energiesparen“.
 
Der Vorschlag solle diese Woche im Parlament beraten werden. „Wir sind zuversichtlich, dass der Entwurf die Zustimmung von Umweltschützern, Arbeitnehmern und der Industrie finden wird.“ In der Vergangenheit hatte sich die US-Autoindustrie stets gegen solche gesetzlichen Vorgaben mit dem Argument gewehrt, dies würde Arbeitsplätze gefährden.
Quelle:
CO2 Handel.de 2007
dpa 2007




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