Bush hat wieder die Unwahrheit gesagt

Wer soll diesem Prsidenten noch vertrauen? Zuerst hat George W. Bush die ganze Welt belogen, um im Irak seinen Krieg um l fhren zu knnen. Heute wissen alle, dass kein einziger US-Soldat im Irak wre, wenn dort nur Bananen wachsen wrden. Doch der Krieg um l hat bisher mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet.
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09.12.2007

Und in dieser Woche wurde aller Welt klar, dass Bush schon wieder die Unwahrheit gesagt hatte als er wegen der angeblichen iranischen Atombombenpolitik von der Gefahr eines „Dritten Weltkriegs“ warnte.
 
Der Präsident tat dies, obwohl er seit fünf Monaten weiß, dass der Iran den Bau einer Atombombe seit 2003 gestoppt hat. Bushs eigene Geheimdienste haben dieses mal den Präsidenten der Lüge überführt. Der Skandal um den Präsidenten in Washington ist zugleich ein k.o.-Sieg für den ebenso irrationalen Fundamentalisten Mahmud Ahmadinedschad in Teheran. Auch konservative US-Bürger erzählen ihren europäischen  Freunden inzwischen, dass sie sich für ihren Mann im Weißen Haus nur noch schämen.
 
George W. Bush wusste also seit Monaten, dass es das angebliche iranische Atomprogramm seit Jahren nicht mehr gibt, aber er täuschte über dieses Wissen Freund und Feind. Der Mann ist absolut unberechenbar geworden.
 
Jahrelang malte Bush den iranischen Nuklear-Teufel an die Wand und nun müssen Washingtons Geheimdienste öffentlich eingestehen, dass alles weit übertrieben war. Die iranische Atombombe entsprang Bushs krankem Gehirn ebenso wie vor dem Irak-Krieg das angebliche Massenvernichtungswaffen-Programm von Saddam Hussein.
 
Der Präsident wusste seit August 2007, dass die iranische Regierung ihr früheres Atomwaffenprogramm seit 2003 gestoppt hat- aber erst jetzt weiß es die ganze Welt. Wohl noch nie in der Weltgeschichte hat sich eine ernst zunehmende Großmacht so blamiert wie jetzt die USA unter diesem Präsidenten. Braucht der Irak-Abenteurer Bush zum Schluss seiner Amtszeit nochmals unbedingt einen Krieg wie am Beginn? Vielleicht um von seinem Irak-Desaster abzulenken?
 
Zumindest die US-Geheimdienste wollten dieses mal bei den Kriegsplänen ihres obersten Dienstherrn nicht mehr mitspielen. Alle Achtung! Ihr Bericht vom Montag dieser Woche ist eindeutig: „Wir urteilen mit hoher Gewissheit, dass der (Atombomben-) Stopp (des Irak) mindestens mehrere Jahre andauerte.“ Die Geheimdienstler schreiben weiter, „dass Iran weniger entschlossen ist, Kernwaffen zu entwickeln als wir seit 2005 geurteilt haben.“ Der Präsident hatte immer das Gegenteil behauptet.
 
Nie hat ein Präsident von seinen eigenen Mitarbeitern eine so schallende politische Ohrfeige verpasst bekommen. Ob Bush wenigstens jetzt aus seinen eigenen Kriegsfehlern lernt? Oder wenigstens die Regierungen in Europa?
 
Bush wollte und will Krieg. Anders ist sein Verhalten nicht zu erklären. Aber es darf nicht sein, dass Krieg oder Frieden davon abhängen, ob in Washington gerade die Lüge oder die Wahrheit mehrheitsfähig ist. So besteht jetzt die große Chance für einen realistischeren Umgang mit dem Iran. Immerhin ist der Krieg vorbei, Herr Präsident, bevor sie ihn beginnen konnten. Dank Ihrer Geheimdienste. Und dazu herzlichen Glückwunsch. Endlich am eine gute Nachricht aus dem Weißen Haus.
Quelle:
Franz Alt 2007




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