Unternehmensgruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten errichtet Solarzellenfabrik in Thringen

Mit dieser Investitionsentscheidung werde Thringen als Top-Standort der Solarindustrie massiv gestrkt, so Wirtschaftsminister Reinholz.
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05.06.2008

Neuer Erfolg für den Solarstandort Thüringen: Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat die heute bekanntgegebene Entscheidung der Masdar Abu Dhabi Future Energy Company begrüßt, in Thüringen ein Werk zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen zu errichten. „Damit setzt ein internationaler Großinvestor auf Thüringen“, sagte Reinholz.

Besonders erfreulich sei es, dass von Erfurt aus auch Forschung und Vertrieb gesteuert würden. „Das ist ein voller Erfolg für Thüringen als Wirtschafts- und High-Tech-Standort.“ Mit der Investition im Umfang von 140 Mio. € entstehen bis zum Jahr 2010 zunächst 180 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Nach Angaben des Unternehmens sollen mittelfristig bis zu 600 Arbeitsplätze am Standort geschaffen werden.

Die Masdar-Gruppe mit Sitz in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, plant, am Standort „Erfurter Kreuz“ auf einer Fläche von acht Hektar ein Werk zur Produktion von Dünnschicht-Solarzellen zu errichten. Die Investition in Thüringen ist Bestandteil eines Investitionspakets im Bereich der Solartechnologie, im Rahmen dessen zwei Produktionsstätten errichtet werden. Das zweite Werk neben Erfurt entsteht in Abu Dhabi. Dabei sollen Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb zentral am Standort „Erfurter Kreuz“ angesiedelt werden.

Die Produktionskapazität des Werks ist zunächst auf eine Jahresleistung von 50 Megawatt ausgelegt. Eine Erhöhung dieser Kapazität auf bis zu 280 Megawatt ist geplant. Wirtschaftsminister Reinholz erklärte, der Freistaat werde die Investition im Rahmen der EU-beihilferechtlichen Möglichkeiten unterstützen. Die Förderung bedarf noch der Genehmigung durch die Europäische Kommission.

Der Produktionsbeginn der neuen Solarfabrik ist für das dritte Quartal 2009 vorgesehen. Masdar begründet seine Entscheidung für einen deutschen Standort mit der Tatsache, dass Deutschland das Zentrum der weltweiten Solarindustrie ist. Mit seinen Investitionen in die Solartechnologie strebt das Unternehmen eine führende Position im Bereich der erneuerbaren Energien an.

Mit der Investitionsentscheidung werde Thüringen als Top-Standort der Solarindustrie massiv gestärkt, sagte Wirtschaftsminister Reinholz weiter. Derzeit sind schon 47 Photovoltaik-Unternehmen – darunter elf produzierende – in Thüringen ansässig, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Wafer bis zum Solarmodul abdecken – darunter viele global agierende Unternehmen wie PV Crystalox, die Ersol Solar AG, die Wacker Schott Solar GmbH, Schott Solar GmbH oder die Sunways AG.

Insgesamt sind derzeit rund 2.500 Beschäftigte direkt oder indirekt in der Thüringer Solarbranche tätig, die einen Umsatz von mehr als 800 Mio. € erwirtschaften. Prognosen sagen eine Verdopplung der Mitarbeiterzahl auf rund 5.000 Beschäftigte bis 2010 voraus.




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