Strfall im slowenischen AKW Krsko

Die EU-Kommission in Brssel hat am Mittwoch europaweiten Alarm wegen eines Zwischenfalls im AKW Krsko ausgelst.
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05.06.2008

Gegen 17.38 Uhr ging bei der EU ein Alarm aus Slowenien ein. Kurz zuvor ist im AKW Krsko entdeckt worden, dass Kühlwasser entweicht. Bisher ist noch unklar, ob Menschen oder die Umwelt zu Schaden gekommen oder gefährdet sind.

Der Zwischenfall hat sich im Primärkreislauf des AKW Krsko ereignet. Das Kühlwasser des Primärkreislaufs hat direkten Kontakt zu verstrahltem Material. "Dieser neue Störfall hat wieder einmal deutlich gemacht, dass Atomkraft unberechenbar und gefährlich ist," sagt Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. "Nicht nur in Deutschland brauchen wir den Ausstieg aus der Atomenergie, auch international müssen wir uns so schnell wie möglich von der Atomenergie verabschieden, denn radioaktive Wolken kennen keine Grenzen."

Das Kernkraftwerk aus dem 7000-Einwohner-Ort Krsko (Gurkfeld) wurde 1981 in Betrieb genommen. Der Druckwasserreaktor mit einer Leistung von 730 Megawatt wird von der slowenischen Betreibergesellschaft Nuklearne Elektrarna Krsko (NEK) unterhalten betrtieben und liegt in der Nähe der kroatischen Grenze. Das AKW wird von Slowenien und Kroatien gemeinsam betrieben.

Schon seit Jahren ist das Atomkraftwerk schwer in der Kritik: Es liegt in einem stark Erdbeben gefährdeten Gebiet. Doch das Land betreibt es uneinsichtig weiter. Krsko ist bislang das einzige Atomkraftwerk in Slowenien, doch das Land plant einen weiteren Reaktor. Und das am selben - erdbebengefährdeten - Standort. Mit dem Bau soll im Jahr 2013 begonnen werden.

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Was ist im AKW Krsko passiert?
"Die Auslösung des europaweiten Alarms durch die EU- Kommission wegen des AKW-Unfalls in Krsko verunsichert die Menschen in Österreich zutiefst! Was hat das für jeden einzelnen in Österreich, in Europa zu bedeuten? Was ist im AKW Krsko passiert? Warum wird man nicht unmittelbar über das Radioprogramm des ORF informiert?", so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört!

Umweltminister Pröll falsch informiert - zusätzliche Verunsicherung!
"Dass Umweltminister Pröll von Slowenien offensichtlich falsch informiert wurde, verunsichert uns zusätzlich! Dass die eindeutig pro-atom eingestellte EU-Kommission europaweiten Alarm auslöst, lässt auf ein gravierendes Problem im AKW Krsko schließen! Umfassende Aufklärung ist das mindeste, was sich die ÖsterreicherInnen erwarten dürfen! Unser Land ist umzingelt von Atomkraftwerken! Und die Atomindustrie ist eine Risikotechnologie - sie ist fehleranfällig und sie verursacht Krebs - auch im sogenannten "Normalbetrieb"!, so Egger und Schweiger abschließend.




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