Erdwärme-Branche hofft auf Milliarden-Boom

Energiepreis-Schock lässt Bauherren umdenken.
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07.06.2008

Angesichts der geradezu explodierenden Preise für Öl und Gas erfreuen sich alternative Methoden zur Energieversorgung immer größerer Beliebtheit. Private und KMUs decken sich verstärkt mit sauberer Energie ein und reduzieren ihre Stromkosten durch Solar- oder Kleinwindkraftanlagen (Private entdecken Alternativen zu hohen Energiepreisen). In diesem milliardenschweren Stil erhoffen auch die Hersteller von Geothermiekraftwerken vom Energiehunger profitieren zu können und ein Stück vom Kuchen der großen Stromversorger abzubekommen. Über die gewonnene Energie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, hinaus, werfen Geothermiekraftwerke mit Wärme ein besonders für Hausbauer interessantes Nebenprodukt ab.

"Wir konnten beobachten, dass die Nachfrage nach Erdwärme im privaten Bereich in letzter Zeit sehr stark angestiegen ist. Vor dem Hintergrund der enorm gestiegenen Energiepreise besteht natürlich der Wunsch, sich von der Öl- und Gaspreisentwicklung unabhängig zu machen", meint Ralph Schmidt, Sprecher des Energieberatungsunternehmens SolarKlar http://www.solarklar.de, im Gespräch mit pressetext. Dabei bringt die Energiegewinnung mit Erdwärme-Kraftwerken oder -pumpen gegenüber anderen alternativen Energien den Vorteil der absoluten Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit sich. Anders als bei Sonnen- oder Windenergie entstehen keine Schwankungen oder Ausfälle. "In der Energiedebatte geht die generelle Tendenz in Richtung erneuerbarer Energien. Auch die großen Energiekonzerne springen auf diesen Zug auf", betont Schmidt.

Im Optimalfall liegen die Ersparnisse in der Energieversorgung mit Erdwärme bei 70 bis 80 Prozent. Gegenüber dem teuren Öl würde sich auch der Umstieg auf Fernwärme bereits nach ein bis zwei Jahren lohnen. "Bei Erdwärme handelt es sich um eine äußerst zuverlässige Energiequelle. In den vergangenen zehn bis 15 Jahren hat sich die Technik enorm weiterentwickelt", erklärt Schmidt gegenüber pressetext. Abseits des erhofften Booms im privaten Bereich verzeichnen Anlagenbauer mit Erdwärmekraftwerken ein solides Wachstum. Das größte Potenzial weist dabei Bayern auf. In ganz Deutschland sind Schätzungen des Bundesverbandes Geothermie zufolge derzeit rund 150 neue Anlagen in Planung, wovon 90 auf Bayern entfallen. Allein die bayrischen Investitionen belaufen sich in den kommenden zehn bis 15 Jahren auf rund sechs Mrd. Euro.




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