Klimaschutz lohnt sich - Deutsche Unternehmer: „2 Grad sind machbar“

Deutschland muss einen Beitrag zur Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung auf 2° C leisten.
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07.06.2008

Nach Ansicht führender Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands ist das 2°-Ziel mit einer Klimaschutzpolitik möglich, die auf Innovation, Effizienz und Verlässlichkeit setzt. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird durch aktiven unternehmerischen Klimaschutz und hierfür geeignete nationale und internationale Rahmenbedingungen gestärkt.

Auch ein Jahr nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm bleibt eine effektive und effiziente Klimaschutzpolitik eine dringliche Aufgabe. Mit dem anstehenden G8-Gipfeltreffen in Japan kann die Politik richtungweisende Rahmenbedingungen für den Klimaschutz setzen. Die Weiterentwicklung der nationalen Klima- und Energiestrategie ist ein wichtiger Beitrag Deutschlands, mit dem andere Nationen für die Begrenzung und Reduzierung ihrer Treibhausgas-Emissionen gewonnen werden können.
 
Die Mitglieder der Initiative "2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" unterstützen die Bundesregierung bei der Umsetzung marktwirtschaftlicher und effizienter Rahmenbedingungen für den Klimaschutz und rufen zu einem wirksamen Zusammenspiel von Unternehmern, Politik, Wissenschaft und den Bürgern auf.
 
Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: "Die Industriestaaten müssen die Minderung von Treibhausgas-Emissionen weiter vorantreiben. Dieses Ziel darf nicht aus den Augen verloren werden, auch wenn sich die Weltwirtschaft derzeit in unruhigem Fahrwasser befindet."
 
Klimaschutzpolitik muss als zukunftsgerichtete Industrie- und Innovationspolitik verstanden werden, die alle Beteiligten herausfordert. Unternehmer sind gefordert, mit technologischen Innovationen und aktivem Handeln voranzugehen. Die Innovationskraft mittelständischer Unternehmer muss noch stärker in das Projekt Klimaschutz einbezogen werden. Technologische Vorzeigeprojekte für den Klimaschutz sind notwendig. Dabei werden auch Lösungen zu entwickeln sein, die insbesondere im Hinblick auf ihren Einsatz in Schwellenländern einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
 
Die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen müssen soweit möglich marktwirtschaftlich gestaltet werden. Der internationale Handel von Verschmutzungsrechten muss zu einem umfassenden, soliden und effizienten Baustein der Klimaschutzpolitik ausgebaut werden. Transnationale "Klimabrücken" zwischen der EU und anderen Wirtschaftsregionen müssen gestärkt werden, um den internationalen Klimaverhandlungen den nötigen Impuls zu geben.
 
Dr. Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE, sagt hierzu: "Bei den anstehenden internationalen Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll brauchen wir ein klares Signal für deutliche Emissionsminderungen, damit wir das 2-Grad-Ziel erreichen können. Insbesondere für den Technologie- und Innovationsstandort Deutschland bietet der Übergang zu einer "CO2-armen Wirtschaft" die Chance auf zukunftssichere Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum."
 
Verbraucher müssen für klimafreundliche Produkte gewonnen werden. Die Klimaziele können nur erreicht werden, wenn Konsumenten den Klimaschutz im Alltag nicht ignorieren und Vorreiterprodukte und -unternehmen belohnt werden. Klimaschutz kann zwar nicht allein von Deutschland aus erreicht  werden, sondern bedarf der europäischen und internationalen Kooperation. Deutschland kann anderen Volkswirtschaften, insbesondere den schnell wachsenden Schwellenländern ein Beispiel liefern, dass sich Klimaschutz lohnt.
 
"2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" ist eine Initiative deutscher Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Familienunternehmer. Die Initiative wurde im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm im Jahr 2007 mit dem Ziel gegründet, die Politik bei ihren Bemühungen zur Etablierung marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz zu unterstützen und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmer für den Klimaschutz zu aktivieren. Benannt ist die 2°-Initiative nach ihrem wichtigsten Ziel: Die globale Erderwärmung auf durchschnittlich 2° C zu beschränken.
 
Mitglieder der Initiative "2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" sind: Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Otto Group; Dieter Ammer, Vorstandsvorsitzender Conergy AG; Prof. Dr. Hubert Burda, Vorstandsvorsitzender Hubert Burda Media Holding GmbH & Co KG; Dr. Joachim Faber,  Vorstandsmitglied der Allianz S.E.; Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender Deutsche BP AG; Tuomo Hatakka, Vorsitzender des Vorstandes Vattenfall Europe AG; Dr. Jürgen Heraeus, Aufsichtsratsvorsitzender Heraeus Holding GmbH; Dirk U. Hindrichs, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter Schüco International KG; Lars Hinrichs, Vorstandsvorsitzender XING AG; Dr. Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG; René Obermann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG; Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender EnBW Energie Baden-Württemberg AG.




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