Geothermie: Koalition schafft erheblich verbesserte Voraussetzungen für die Geothermie im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Branche sieht sich auf einem Riesenschritt nach vorn.
Kategorie:
07.06.2008

"Das war eine gute Entscheidung" lobte Simone Probst, Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV) die Beschlüsse der Regierungsfraktionen zur Nutzung der Erdwärme im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). "Da sind im Bereich der Geothermie wirklich die richtigen Akzente gesetzt worden."       
 
 "CDU, CSU und SPD haben mit erheblich verbesserten Einspeisevergütungsregelungen den Weg für einen breiten Einsatz der geothermischen Stromerzeugung am Standort Deutschland frei gemacht", freute sich auch Horst Kreuter, Vorsitzender der Sektion Tiefe Geothermie des Bundesverbandes über die Ergebnisse der parlamentarischen Beratungen.        
 
Nach den jetzt gefassten Beschlüssen wird die Grundvergütung von 15 auf 16 Cent pro eingespeister Kilowattstunde angehoben. Projektentwickler, die ihre Anlagen bis 2015 ans Netz bringen, erhalten mit einem zusätzlichen Bonus von 4 Cent dann für jede eingespeiste Kilowattstunde 20 Cent. Wer zudem Voraussetzungen schafft, auch die Abwärme der Kraftwerke zu nutzen, kann 3 Cent extra in Anspruch nehmen.       
 
Als darüber hinaus besonders weitsichtig bewertete man beim GtV-BV die Entscheidung, zukünftig auch innovativen Technologien wie Hot-Dry-Rock-Kraftwerken durch einen Petrogeothermiebonus von 4 Cent/kWh einen Markteintritt zu ermöglichen.  Petrogeothermische Anlagen wie HDR-Kraftwerke sind nicht auf das Vorhandensein von Thermalwasser im Untergrund angewiesen und daher praktisch überall einsetzbar. "Das erweitert den Einsatzbereich unserer sauberen und klimaschonenden Kraftwerke ganz enorm", betonte Kreuter.        
 
Simone Probst hält den durch das Parlament eingeschlagenen Weg einfach für konsequent: "In der Vergangenheit sind erhebliche Forschungsmittel in die Entwicklung von petrogeothermischen Systemen geflossen und haben uns einen beachtlichen Vorsprung verschafft." Dadurch, dass jetzt ein breiter Einsatz dieser Technologien möglich werde, so Probst, könne die deutsche Geothermieindustrie ihre internationale Stellung weiter ausbauen. "Auf etwa 80% der Landoberfläche könnten solche Anlagen errichtet werden. Und wir sind ganz vorne mit dabei." 




« zurück

Drucken Seite drucken