Umweltministerium befürchtet Anstieg der Gaspreise um 40 Prozent

Bundesumweltministerium befürchtet für dieses Jahr einen dramatischen Anstieg der Gaspreise.
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09.06.2008

„Über die bereits bekannt  gewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine  Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben“, sagte der  parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Michael  Müller, der „Welt am Sonntag“.
 
Das Bundesumweltministerium befürchtet für dieses Jahr einen dramatischen Anstieg der Gaspreise. „Über die bereits bekannt gewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Michael Müller, der „Welt am Sonntag“.

Grund seien die Koppelung an den Ölpreis und spekulative Gewinne. „Die Energieunternehmen erhöhen die Preise für Gas immer erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten“, sagte Müller. Die Preisbindung von Öl und Gas sei nicht mehr zeitgemäß. „Die Bundesregierung sollte prüfen, ob sie in Abstimmung mit der Europäischen Union eine Strategie zur Entkopplung erarbeitet, damit es zu einer kostengerechten Preisentwicklung kommt, die spekulative Überhöhungen ausschließt“, sagte der SPD-Politiker.

Müller begleitet in der kommenden Woche mit einer Wirtschaftsdelegation Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach Russland. Dort wollen sie über Umwelttechnologien und Rohstoffpartnerschaften sprechen. Auch der Energieexperte der SPD-Fraktion, Ulrich Kelber, befürchtet einen weiteren Anstieg des Gaspreises. Die Politik dürfe die Verbraucher mit den Auswirkungen nicht allein lassen. „Wir müssen uns um eine andere Preisgestaltung kümmern“, sagte Kelber.

Als Beispiele nannte er Sozialtarife für Energie und eine Entfernungspauschale für Geringverdiener. SPD-Sozialpolitiker gehen davon aus, dass infolge der Preissteigerungen im Herbst die „Hartz IV“-Regelsätze angehoben werden müssen. Das bedeute Mehrausgaben für die öffentlichen Haushalte. Eine Erhöhung sei dringend geboten, sagte der Parteilinke Ottmar Schreiner ebenfalls dem Blatt.




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