Fast so viel Windstrom wie Atomstrom

Am 7. November 2007 wurden in Deutschland 275 Millionen Kilowattstunden Windstrom laut ISET erzeugt.
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09.11.2007

Offenbar ein neuer Allzeitrekord! Da von den 17 deutschen Atomkraftwerken vier wegen ungeplanter Störungen (Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Krümmel) und eines wegen geplanter Inspektion (Gundremmingen C) insgesamt fünf still stehen, haben die restlichen 12 AKW etwa 340 Millionen Kilowattstunden Atomstrom produziert und dabei rund 840 Kilo Brennelementmüll erzeugt, der erst in einer Million Jahren wieder auf eine nicht mehr tödliche Radioaktivitätsstärke abgeklungen sein wird.
 
Entgegen der von RWE, EON & Co verbreiteten Propaganda verbilligt Windenergie volkswirtschaftlich betrachtet sogar den Strom. Je mehr Windstrom produziert wird, desto stärker sinken die Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse. Dies hat vor einigen Monaten das renommierte Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) mit einer Studie belegt.

Die Windkraft ist mit wachsendem Abstand die wichtigste Quelle für Strom aus Erneuerbarer Energie. Wer im Jahr 2007 eine Anlage in Betrieb nimmt, bekommt je Kilowattstunde Strom 8,19 Cent bezahlt. An guten Standorten sinkt über die Jahre dieser Einspeisepreis auf 5,2 Cent.

An weniger guten Standorten bleibt er 20 Jahre konstant bei 8,19 Cent. Ein Inflationsausgleich wird nicht bezahlt. Bisher sinkt Jahr für Jahr der Einspeisepreis für neu gebaute Windanlagen um zwei Prozent. Wer also im Jahr 2008 eine neue WKA ans Netz bringen wird, wird nicht mehr 8,19 Cent sondern 8,03 Cent erhalten.

Während der Preis von Kohle, Öl, Uran und Gas immer weiter steigt, sinkt der Preis des Windstroms. Anfang der 1990er Jahre lag der mittlere Einspeisepreis aller deutschen WKA über 10 Cent. Heute liegt er bei etwa 7,5 Cent.

Die Vermeidung von Atommüll, der Schutz des Klimas und die Entfaltung einer heimischen Energiequelle mit sinkenden Preisen verlangen von uns, die Winden­ergie planmäßig auszubauen! Den Blockierern gerade in Süddeutschland muss und kann mit wissenschaftlich fundierten Fakten „der Wind aus den Segeln“ genommen werden.




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