Der Solarmarkt der Zukunft

Solarpionier will weltweiten Photovoltaik-Markt anführen und neue Märkte entwickeln.
Kategorie:
17.06.2008

2008 ist die Nachfrage nach Solarmodulen größer als das Angebot. Gleichzeitig wächst die Zahl der Solarunternehmen, die sich in den weltweiten Märkten durchsetzen müssen. Nur die derzeitige Siliziumverknappung bremst noch die Produktion. Ab 2009 wird sich dies mit einer langsamen Siliziummarktentspannung ändern: in den kommenden Jahren wandelt sich der Nachfragemarkt zu einem Angebotsmarkt. „In diesem Moment entscheidet die Positionierung über den Erfolg des Unternehmens. Drei Punkte sind jetzt essenziell: Innovation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Wir sind optimal vorbereitet und werden uns so im weltweiten Markt durchsetzen und die Photovoltaik-Branche anführen“, so Peter Thiele, General Manager Sharp Electronics Solar Business Group Germany/Austria. Dabei spielt die Position in Deutschland als weltweit größter Markt eine wichtige Rolle: allein im letzten Jahr wurde hier mit 1,1 Gigawatt fast die Hälfte der weltweit neu installierten Photovoltaik-Leistung verbaut.

„Wir haben die Solarbranche seit 1959 maßgeblich mit entwickelt und mit Innovationen vorangetrieben. In den kommenden Jahren konzentrieren wir uns auf Silizium sparende Solarlösungen wie die Dünnschicht- und Lichtkonzentrator-Technologie. Zuletzt im vergangenen Jahr haben wir mit unseren neuen Triple-Junction Dünnschichtzellen eine Innovation im Dünnschichtbereich vorgestellt, mit der wir dem Wettbewerb technologisch einen Schritt voraus sind. Das ist nicht zuletzt eine Folge unserer hohen Investitionen von 1,2 Milliarden Euro allein im letzten Jahr in Forschung und Entwicklung. Das sind etwa sechs Prozent unseres gesamten Unternehmensumsatzes“, so Thiele weiter.

In den letzten Jahren hat Sharp über den Ausbau der bestehenden Fabrik in Katsuragi hinaus etwa 445 Millionen Euro (72 Milliarden Yen) in den Bau der weltweit ersten Gigawatt-Solarzellenfabrik in Sakai investiert. „Mit dieser modernen Fabrik sowie mit unseren Produktionsstätten in Europa, Nordamerika und Japan steigern wir erneut die Wirtschaftlichkeit. Wir produzieren direkt an den weltweiten Kernmärkten und verkürzen so die Lieferungszeiten“, erläutert Thiele. Vierzehn Zulieferunternehmen siedeln sich in unmittelbarer Umgebung der neuen Fabrik in Sakai an und senken so die Transportkosten und den CO2-Ausstoß. Die Fabrik ist gleichzeitig die erste LCD-Fabrik der 10. Generation. So können die Synergien beider Technologien voll genutzt werden: sowohl die Beschichtungsmaschinen als auch das Know How im Beschichtungsprozess sind bei der Produktion von Dünnschicht-Solarzellen und LCD-Panels gleich.

Die in das Unternehmen integrierte Umweltstrategie ist ein weitere wesentlicher Faktor für den langfristigen und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Technologiekonzerns. Ziel ist, durch Energie sparende und Energie erzeugenden Produkte einen langfristig ausgeglichenen CO2 Haushalt vorweisen zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr 2007 lag der Sharp eigene CO2-Ausstoß durch alle weltweiten Geschäftsaktivitäten bei zirka 1,8 Millionen Tonnen. Im gleichen Zeitraum hat Sharp durch die Herstellung von Solarzellen und Energie sparenden Produkten, wie LCD-TVs oder weiße Ware, 1,4 Millionen Tonnen CO2 Emissionen einsparen können.

„Die umweltstrategische Ausrichtung eines Unternehmens wird für immer mehr Kunden zu einem Kauf entscheidenden Faktor. Das gilt gerade bei einem Produkt wie Photovoltaik-Modulen, das zum Umweltschutz beitragen soll. Nur wenn ein Unternehmen insgesamt umweltbewusst agiert, steigert es die Glaubwürdigkeit und Reputation und nimmt damit positiven Einfluss auf die Marke. Und die spielt in einem dynamischen Markt wie Deutschland in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle“, so Peter Thiele.
Quelle:
SHARP Solar 2008




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