Öko-Institut: Versorger kassieren Milliarden durch CO2-Papiere

Die großen Energiekonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall profitieren laut einer Studie des Öko-Instituts kräftig von den bis 2012 weitgehend kostenlos erteilten CO2- Verschmutzungspapieren.
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18.06.2008

Mit 35 Milliarden Euro zusätzlichen Einnahmen können die deutschen Energieversorger laut der Umweltstiftung WWF Deutschland, dem Auftraggeber der Studie, durch den Emissionshandel in den nächsten Jahren rechnen.

Das ist möglich, weil die Unternehmen die Kosten für den Ankauf der Papiere, die sie für den Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) brauchen, voll auf die Strompreise umlegen, obwohl sie 90 Prozent dieser Zertifikate gratis erhalten. E.ON werde so in den nächsten Jahren 11 Milliarden Euro einstreichen. Auch RWE (9,0 Mrd), Vattenfall (6,6 Mrd), EnBW (6,0 Mrd) und Evonik (2,3 Mrd) könnten mit Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe rechnen.

"Die Analyse zeigt, dass die Verbraucher die Zeche für eine klimaschädliche Energieproduktion zahlen. Das muss so schnell wie möglich korrigiert und die Emissionsrechte in vollem Umfang versteigert werden", forderte WWF. Nur so könne das Ziel des Emissionshandels, die Energieproduktion umweltfreundlicher und sparsamer zu machen, erreicht werden.

Die zweite EU-Handelsperiode für CO2-Papiere geht von 2008 bis 2012. Zehn Prozent der Zertifikate werden versteigert. Ab 2013 könnten alle per Auktion verkauft werden.




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