US-Energiepolitik vor dem Scheideweg - Atomkraft oder erneuerbare Energien?

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen sind sich die beiden Anwärter John McCain und Barack Obama zumindest im einen Punkt einig: die USA müssen die Abhängikeit vom Öl reduzieren.
Kategorie:
24.06.2008

Über die Art und Weise ist man sich allerdings weniger einig. Während McCain den starken Ausbau der Kernenergie fordert, will Obama in der künftigen US-Energiepolitik auf erneuerbare Energien setzen.

Im ganzen Land machen sich die neuen Rekordpreise für Treibstoffe bemerkbar: Airlines verlangen Aufpreise, Autohersteller beklagen sich über Rückgänge bei den Absatzzahlen. Aus diesem Grund ist im McCain/Obama-Wettkampf auch die zukünfitge Energiepolitik ins Rampenlicht gerückt. Obama plant einen umgerechnet fast 100 Mrd. Euro umfassenden Investitionsfonds, mit dem über einen Zeitraum von 10 Jahren in erneuerbare Energien investiert werden soll. McCain hingegen will den CO2-Ausstoß in den USA vor allem durch den massiven Ausbau von Atomkraftwerken verringern - bis zum Jahr 2030 in etwa 45 an der Zahl. Und das soll erst der Anfang sein.


Rennaissance der Atomkraft?
Das letzte Kernkraftwerk der USA wurde vor 30 Jahren gebaut. Kurz danach wurde Ende der 1970er Jahre US-Atomprogramm auf Eis gelegt, nachdem es im Atommeiler Three Mile Island (Pennsylvania) zu einer partiellen Kernschmelze gekommen war.

Der Kraftfwerksbau läuft nun wieder an
Die Toshiba-Tochter Westinghouse hat kürzlich den Auftrag zum Bau von zwei neuen Atomkraftwerken im US-Bundesstaat Georgia erhalten. Westinghouse hält dies für den Anfang einer nuklearen Rennaissance. Gleichzeitig geht die Diskussion über ein Endlager für eine langfristige Lagerung von Atommüll weiter.

Im US-Wüstenstaat Nevada ist ein solches Endlager ohne nötige Beaufsichtigung seit langer Zeit geplant. Doch ist der ausgewählte Standort am Yucca Mountain aufgrund der Erdbebengefahr, langfristiger Klimaveränderungen und etwaiger Vulkanausbrüche nicht unumstritten.
Quelle:
IWR 2008




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