G8-Gipfel für mehr CO2-Ausstoß und Erhöhung der Terrorgefahr

Die Staats- und Regierungschefs der G-8 wiederholen in der Energiepolitik die Fehler der Vergangenheit.
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08.07.2008

Sie fordern die Erdölförderländer dazu auf, mehr Erdöl zu fördern. Wäre dies möglich, würde dies den CO2-Ausstoß weiter steigern und das Klima weiter erhitzen. Diese Sorge braucht man sich allerdings nicht zu machen, da die Erdölfelder keine Steigerung der Erdölförderung mehr zulassen. Die Aufforderung der G8 ist damit vor allem ein Ausdruck von Hilflosigkeit und Unkenntnis über die Fördermöglichkeiten.
 
Die Einigung der G8, bis 2050 den Ausstoß von Klimagasen um gerade mal 50% zu senken, ist eine Gefahr für den Klimaschutz. Dies bedeutet, dass auch langfristig immense Mengen an Klimagasen zusätzlich an die Atmosphäre abgegeben werden, die heute schon überlastet ist.

Der Vorstoß des US-Präsidenten Bush und einiger seiner Kollegen, weltweit die Atomenergie auszubauen, birgt ein enormes Gefahrenpotenzial.

Der weltweite Ausbau der Atomenergie würde die Terrorgefahr erheblich erhöhen. Zum einen würden wesentlich mehr Länder Zugang zu atomwaffenfähigem Material und Know How bekommen. Zum anderen hätten Terroristen zusätzliche Angriffsziele.

Bush und seine Kollegen ignorieren zudem, dass weltweit das Problem der Endlagerung von atomaren Abfällen ungelöst ist. Selbst in Deutschland ist es nicht gelungen auch nur schwachradioaktive Abfälle sicher zu lagern, wie das Desaster um das Endlager „Asse II“ aktuell beweist.

Bush und seine Kollegen ignorieren zudem, dass für die Atomausbaupläne nicht genügend Uran zur Verfügung steht (siehe NUKEM und Energy-Watch-Group) Tausend zusätzliche Atomkraftwerke lassen sich schlichtweg nicht betreiben.  

Wenig überraschend ist, dass Bush und seine Kollegen auch weiterhin die erhöhte Leukämiegefahr ignorieren, die in der weiteren Umgebung von Atomkraftwerken nachgewiesen wurde.

Eine realistische Energiepolitik sieht anders aus
Es ist begrüßenswert, dass die Bundeskanzlerin Merkel, den Vorstoß zum Ausbau der Atomenergie auf dem G-8-Gipfel nicht unterstützt und stattdessen auf die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien hingewiesen hat. 

Grundlage ihrer Haltung könnte die Tatsache sein, dass weltweit die Erneuerbaren Energien zwischen 2000 und 2005 um rund das 5-fache zusätzlich Strom erzeugt haben als die Atomkraft, bei der zwar viel von Ausbau gesprochen aber wenig gebaut wird.




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