Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespräch

Aufforderung zum Streitgespräch über hessisches SPD-Energieprogramm.
Kategorie:
04.08.2008

Lieber Wolfgang Clement,

am Samstag hast Du in einem Interview in der WELT erklärt, dass die hessische SPD die inhaltliche Auseinandersetzung mit Dir über ihr Energieprogramm nicht „gewagt“ habe. Offenbar hast Du hier eine Erinnerungslücke.     
 
Unmittelbar nach der hessischen Landtagswahl haben zwei Zeitungen mit bundesweiter Beachtung – die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die Tageszeitung „taz“ – unabhängig voneinander Dir ein Streitgespräch mit mir, als dem Verfasser des hessischen SPDEnergieprogramms und als demjenigen, der dieses im hessischen Wahlkampf repräsentiert hat, vorgeschlagen. Beide Male habe ich einem solchen Streitgespräch zugestimmt, während Du die Mitwirkung – nicht aus terminlichen Gründen – verweigert hast.      
 
Da Du nun die inhaltliche Auseinandersetzung explizit selbst vorschlägst, fordere ich Dich hiermit in einem offenen Brief – weil die Auseinandersetzung nun einmal eine öffentliche ist – zu einem Streitgespräch mit mir über das hessische Energieprogramm auf.

Dieses Streitgespräch sollte im Rahmen einer öffentlichen SPD-Veranstaltung in Hessen stattfinden und von einem im beiderseitigen Konsens ausgewählten Journalisten moderiert werden. In der Tat ist das hessische SPD-Energieprogramm ein weitreichendes – nicht nur in energiepolitischer, sondern auch in wirtschafts- und umweltpolitischer Hinsicht, das eine sachliche Auseinandersetzung wert ist, bei der konventionelles und neues Denken aufeinandertreffen.      
 
Dies wäre die angemessene und demokratischste Möglichkeit, zu einer sachlichen Erörterung zu kommen; es wäre vor allem für die SPD die konstruktivste.
 
Mit freundlichen Grüßen Hermann Scheer | Berlin, 03.08.2008




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