Verschleppter Ausstieg aus der Atomkraft...

...verhindert sinkende Preise auf dem Strommarkt.
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13.08.2008

Die Energiewirtschaft will rund 200 Milliarden Euro bis 2020 in die Erneuerbare Energieversorgung investieren. Voraussetzung dafür ist aber der Ausstieg aus der Atomenergie. Jedoch wird der tatsächliche Atomausstieg immer wieder in Frage gestellt, was die Investoren in flexible Erneuerbare-Energien-Kraftwerke verständlicherweise verunsichert.

Eines ist klar: wird der Ausstieg aus der Atomkraft immer weiter nach hinten verschoben, dann kann der Umstieg auf umweltfreundlichere Erneuerbare Energien nur verzögert erfolgen.

Inzwischen können Alternativenergien die Stromproduktion der Atomkraftwerke mehr als ausgleichen, denn die Erneuerbaren Energien decken heute mehr als 15% des deutschen Stromverbrauchs. Nach Information des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. ersetzt die Wind- und Wasserkraft-Energie sowie die Solar- und Bioenergie einen Atommeiler nach dem anderen.

Wehrmutstropfen hierbei: die Erneuerbaren Energien sind übergangsweise auf die herkömmlichen Kraftwerke angewiesen, sofern diese auf Erneuerbare Energien reagieren können. Unflexible Atomkraftwerke können dieser Anforderung nicht gerecht werden und diese gibt es in Deutschland mehr als benötigt. Sie produzieren Energien, ohne auf die Einspeisung der alternativen Energien Rücksicht zu nehmen und den aktuellen Strombedarf zu bedenken. So stehen sich Atomkraftwerke und Erneuerbaren Energien gegenseitig im Weg.

An dieser Stelle ist die Energiepolitik gefordert und muss Anreize für regenerative Kombikraftwerke geben. Der Ausbau von Erneuerbaren Energien kommt nicht wegen finanzieller Engpässe schleppend voran, sondern wegen dem verzögerten Ausbau der Netze und der eingeschränkten Planungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Die zukunftweisende Energieerzeugung soll nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch den Verbrauchern mehr Geld im Geldbeutel bringen. Beobachtet man die aktuellen Strompreisentwicklungen, steigen diese, obwohl derzeit die Atomkraftwerke die Energie liefern. Eine dauerhafte Entlastung erfolgt nur durch Erneuerbare Energien, denn die Preise an der Strombörse sinken bereits, wenn mehr Erneuerbare Energien eingespeist werden. Dadurch konnten die Stromlieferanten die Kosten bereits um fünf Millionen Euro senken.

Der Strommarkt hat ausreichend Wettbewerber, sodass weitere Preissenkungen nicht undenkbar sind, jedoch bremsen die derzeitigen Atomkraftwerke diesen Wettbewerb ungemein, so der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.




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