20 Jahre Eurosolar – 20 Jahre Friedenspolitik

Ziel und Aufgabe von EUROSOLAR ist die vollständige Ablösung fossiler und atomarer Energien durch Erneuerbare Energien aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse.
Kategorie:
24.08.2008

EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., besteht seit 20 Jahren. Die am 22. August 1988 in Bonn gegründete Organisation feiert ihr Jubiläum mit einer Festveranstaltung, bei der die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und der Publizist Franz Alt Grußworte sprechen. Eine Rückschau auf die Ergebnisse der Arbeit von EUROSOLAR und einen Ausblick auf Pläne und Vorhaben gibt Hermann Scheer, Gründer und Präsident, Träger des Alternativen Nobelpreises (1999) und Mitglied des Deutschen Bundestags (seit 1980). 

EUROSOLAR hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Impulse für einen Energiewandel gegeben. Dies gelang unter anderem durch Fachkonferenzen, Publikationen, Aktionen, Kampagnen und die Verleihung Europäischer und Deutscher Solarpreise. Zu den sichtbaren Erfolgen zählen das Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG), das den Erneuerbaren Energien in Deutschland zu einem rasanten Aufschwung verhalf, und das 100.000-Dächer-Programm von 1999. Voraussichtlich Anfang 2009 wird in Bonn die International Renewable Energy Agency (IRENA) gegründet, die ebenfalls auf eine EUROSOLAR-Initiative zurückgeht. 

EUROSOLAR-Sektionen gibt es in 13 Ländern. Die gemeinnützige Vereinigung hat rund 20.000 Mitglieder und finanziert sich überwiegend aus deren Beiträgen und Spenden.

Eurosolar, vor 20 Jahren auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Scheer und seiner Partnerin Irm Pontenagel gegründet, hat weltweit als erste Bürgerorganisation die Gesamtheit der Erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt politischen Handelns gerückt. Daran erinnerte die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dickmann bei ihrer Festrede zum 20-jährigen Jubiläum in Bonn.

Hermann Scheer sagte, dass auch in Zukunft der Kampf um die solare Marktwirtschaft gegen harte Widerstände aus der Wirtschaft und der etablierten Politik geführt werden müsse. Mit „99 prozentiger Sicherheit“ werde im Frühjahr 2009 In Bonn IRENA (International Renewable Energy Association) gegründet, die ein Gegengewicht zur Internationalen Energieagentur in Paris und zur Internationalen Atomenergieagentur in Wien bilden werde.

Franz Alt betonte in seinem Grußwort, dass die Herausforderungen des Klimawandels ein viel rascheres Einführen der Erneuerbaren Energien erfordere als es der Weltklimarat und die internationale Politik bisher vorsehen. Der Publizist zeigte sich davon überzeugt, dass die solare Energiewende „in 20 bis 30 Jahren“ machbar sei, falls der politische Wille dazu vorhanden sei. Aber bis heute stelle sich keine einzige Regierung der Welt dieser Herausforderung wirklich.
Quelle:
EUROSOLAR 2008
Franz Alt 2008




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