Erneuerbare Energien schtzen das Klima und schaffen Arbeitspltze

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das effektivste Instrument zur Frderung der erneuerbaren Energien und wird auch international als beispielhaft angesehen.
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08.11.2007

Keine andere Maßnahme zum Klimaschutz spart mehr CO2 ein. Das EEG schafft darüber hinaus Arbeitsplätze und zukunftsträchtige Industriestrukturen.  Zu diesem Schluss kommt der „EEG-Erfahrungsbericht 2007“, der heute im Bundeskabinett beschlossen wurde. „Das EEG ist eine Erfolgsstory für Klimaschutz, Energieversorgung und Arbeitsplätze“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
 
Nach dem EEG muss Strom aus erneuerbaren Energien vom Netzbetreiber vergütet werden. Die Differenz zwischen den Vergütungshöhen und dem Marktpreis für sonstigen Strom wird als EEG-Umlage auf die Stromrechnung der Verbraucher umgelegt. Die verschiedenen Arten der erneuerbaren Energien erhalten Vergütungen in unterschiedlicher Höhe – je nach den Herstellungskosten des Stroms. Nach dem Erfahrungsbericht sind in einzelnen Bereichen Anpassungen der Vergütungshöhen notwendig.
 
Durch das EEG haben die deutschen Hersteller eine weltweit führende Position in diesem wichtigen globalen Marktsegment entwickeln können. „Das Förderinstrument EEG hat sich bewährt und soll in seiner Struktur beibehalten werden. Allerdings zeigt der Erfahrungsbericht, dass in einzelnen Bereichen eine Feinjustierung stattfinden muss um die Effizienz zu steigern und weitere Anreize für Innovationen zu setzen. So sollen die Vergütungen für Strom aus den einzelnen Sparten - Biomasse, Geothermie, Solarstrahlung sowie Wasser- und Windkraft - an die aktuelle Entwicklung angepasst werden “, betonte der Bundesumweltminister.
 
Die Bilanz des EEG kann sich sehen lassen: Durch EEG-Strom wurden im Jahr 2006 bereits 44 Millionen Tonnen CO2 vermieden – das sind rund 6 Millionen Tonnen CO2 mehr als 2005. Wenn erneuerbare Wärme und Treibstoffe sowie nicht-EEG-Strom hinzu gerechnet werden, haben alle erneuerbaren Energien zusammen im Jahr 2006 sogar rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Zusätzlich hat sich das EEG als Job-Motor erwiesen und es entstehen weiter neue, attraktive Arbeitsplätze: Die Zahl der Beschäftigten in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien stieg von 160.000 im Jahr 2004 auf rund 236.000 im Jahr 2006. Etwa 134.000, das heißt fast 60 Prozent davon, sind dem EEG zuzurechnen.
 
Die Mehrkosten dieses verstärkten Ausbaus bleiben dabei  überschaubar. Im Jahr 2006 machte die EEG-Umlage etwa 0,75 Cent pro Kilowattstunde aus, das sind unter 4 Prozent der Stromkos-ten für Haushalte. Pro Monat und Verbraucher liegen die Kosten für den Ausbau der Erneuerba-ren Energien nur bei circa einem Euro. „Die hohen Stromkostensteigerungen der letzten Zeit und die für den Jahreswechsel wieder angekündigten Preissteigerungen sind nicht auf das EEG zu-rückzuführen“, betonte Gabriel.
 
Der Erfahrungsbericht empfiehlt, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von heute gut 13 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 25 bis 30 Prozent zu steigern und danach konti-nuierlich weiter auszubauen. „Die erneuerbaren Energien sind und bleiben treibende Kraft der Modernisierung unseres Energiesystems. Neben Investitionen in Anlagen zur Nutzung von Wind-, Wasser-, Solar-, Geothermie- und Bioenergie müssen auch die Modernisierung und der Ausbau der Netze zügig vorangehen“, sagte der Bundesumweltminister.
 
Auf der Grundlage des Erfahrungsberichts plant die Bundesregierung noch vor der Klimakonfe-renz in Bali einen Entwurf der EEG-Novelle zu beschließen. Dies wurde auf der Klausurtagung des Bundeskabinetts am 23. August 2007 in Meseberg  vereinbart. Die im EEG-Erfahrungsbericht beschlossenen Maßnahmen fließen in die anstehende EEG-Novelle ein. Das EEG ist Teil des integ-rierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung.




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