Köhler ruft zu Kraftanstrengung für Klimaschutz auf

Bundespräsident Horst Köhler hat Staaten, Wirtschaft und Bürger zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung für den Klimaschutz aufgerufen.
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27.10.2008

"Kleine Kurskorrekturen reichen nicht. Wir brauchen eine umfassende Strategie für die Verwirklichung der Idee der Nachhaltigkeit", sagte Köhler bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Rostock. Als Ziel nannte er: "Weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien und vor allem hin zu einer massiven Verbesserung der Energie- und Rostoffproduktivität." Jeder Einzelne könne seinen Lebensstil überprüfen und etwas für das Einsparen von Energie tun.

 

Beim Schutz von Umwelt und Klima dürfe keine Zeit verloren werden, hob Köhler hervor. Er führte an, dass der weltweite CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr drastisch zugenommen habe und damit selbst die pessimistischsten Prognosen des Weltklimarates übertroffen worden seien. Dabei verwies der Bundespräsident auf die berechtigten Ansprüche von Entwicklungs- und Schwellenländern, bessere Lebensbedingungen zu erreichen. Wenn dadurch nicht zugleich die Lebensgrundlagen gefährdet werden sollten, dann müsse ein Wohlstandsmodell entwickelt werden, "das weltweit tragbar und übertragbar ist", sagte Köhler, dessen Grußwort unter der Überschrift stand: "Weg vom Öl: eine neue Balance für das, was die Erde aushält".

 

Der Deutsche Umweltpreis ging an den Naturwissenschaftler und Umweltexperten Ernst Ulrich von Weizsäcker sowie an Holger Zinke, den Gründer eines mittelständischen Biotech-Unternehmens. Mit 500.000 Euro ist er der höchstdotierte Umweltpreis Europas.

Quelle:

AFP 2008





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