100% erneuerbare Energien im Saarland

Bis zum Jahr 2030 könnte die Energieversorgung im Saarland komplett auf heimische und regenerative Energien umgestellt sein.
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03.11.2008

Noch wird der Strom im Saarland zum größten Teil mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Bis 2030 jedoch könnte die Energieversorgung komplett auf heimische und regenerative Energien umgestellt sein. Das ist die Kernaussage eines Konzepts, das die juwi-Gruppe aus Wörrstadt in Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden im Saarland, NABU und BUND, sowie der Initiative "Energiewende Saarland" und IGU Bexbach erstellt hat.

 

"Es gibt im Saarland ausreichend Flächen und zuverlässige Techniken, um eine rein regenerative Stromversorgung zu erreichen", unterstreicht Matthias Willenbacher, einer der juwi-Gründer und Autoren des Konzepts, das jetzt in Saarbrücken vorgestellt wurde.

 

Die größten Anteile am regenerativen Energiemix 2030 übernehmen Wind- (37%), Solar-(34%) und Bioenergie (20%). Hinzu kommen Grubengas (5%, hier nimmt das Saarland heute schon eine weltweite Vorreiterrolle ein), Geothermie und Wasserkraft (jeweils 2%).

 

Der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien garantiert aber nicht nur eine umweltschonende Zukunft, sondern erfordert in den nächsten 22 Jahren auch Investitionen von rund 332 Millionen Euro pro Jahr (insgesamt 7,3 Milliarden Euro).

 

 "Das klingt zunächst gewaltig, ist es aber nicht", erläutert Willenbacher. Um die Relation deutlich zu machen: Deutsche Energieversorger fahren vergleichbare Gewinne innerhalb nur eines Jahres ein. Ein Lösungsansatz sind Kooperationen zwischen Unternehmen und regionalen Energieversorgern.

 

Weitere Informationen sowie die Kurz- und Langfassung der Studie finden Sie auch auf der Internetseite: www.100-prozent-erneuerbar.de

Quelle:

IWR 2008





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