Bosse für Klimaschutz

Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland sprechen sich immer mehr Konzernchefs für wirksamen Klimaschutz aus.
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27.11.2008

Die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats und einiger Unionsministerpräsidenten, den Klimaschutz wegen der Finanzkrise zurückzufahren, ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch nicht zeitgemäß.

 

Gerade in Krisenzeiten muss man den Blick nach vorne auf die künftigen Wachstumsfelder Umwelt- und Klimatechnologien richten, sagt Siemens-Chef Peter Löscher. Löscher verweist auf den „enorme wirtschaftliche Potential der grünen Technologien“.

 

Damit habe Siemens 2007 bereits ein Viertel seines Umsatzes erzielt. Löscher erwartet, dass der Umsatz mit Umwelttechnologien von heute 17 auf 25 Milliarden Euro bis 2011 steigen werde. Zu diesem Geschäft zählen hocheffiziente Gasturbinen, Windräder und umweltfreundliche Züge.

 

Soeben hat Siemens von der Bahn AG wieder einen Riesenauftrag für neue ICE3-Züge erhalten. „Hier muss man investieren. Das nützt der Umwelt und der Wirtschaft“, sagt der Siemens-Boss.

 

Ähnlich argumentiert Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns EnBW: „Der Klimawandel schreitet fort, unabhängig davon, ob die Finanzwelt in eine Krise gerät.“

 

Der Klimawandel könne ein enormer Investitionstreiber sein. Auch der Emissionshandel könne ein marktwirtschaftliches Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels werden. Beide Konzernchefs betonen, dass ihre Unternehmen einen Vorsprung gegenüber der US-Konkurrenz haben. Diesen müsse man ausbauen.

Quelle:

Sonnenseite 2008

Der Spiegel | 48/2008





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