Wasserkraft Volk AG: 18 Millionen Euro fr Produktionserweiterung

Die Wasserkraft Volk AG wird ihre Produktionskapazitten deutlich erweitern.
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01.01.2008

Die Wasserkraft Volk AG wird ihre Produktionskapazitäten deutlich erweitern. Insgesamt plant der weltweit tätige Hersteller von Wasserkraftanlagen rund 18 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktion zu investieren. Über 5.000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche sowie mindestens 35 neue Arbeitsplätze sind geplant. Die Erweiterung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Das Unternehmen reagiert mit der Erweiterung auf die hohe Nachfrage von Wasserkraftanlagen, insbesondere aus dem Ausland. Der deutsche Markt wird nach wie vor kritisch beurteilt.

Von den internationalen Klimaschutzbemühungen profitierte die Wasserkraft Volk AG (WKV AG) insbesondere in den letzten beiden Jahren deutlich. "Die Nachfrage ist ungebrochen groß und die mittelfristige Auftragslage ist sehr zufriedenstellend", bilanziert WKV-Vorstand Josef Haas anlässlich des feierlichen Spatenstichs für den ersten Bauabschnitt der Produktionserweiterung. Derzeit beträgt das Auftragsvolumen rund 30 Millionen Euro, was einer Turbinenleistung von rund 100 Megawatt entspricht, die in den Jahren 2008/09 gefertigt und ausgeliefert werden. Laut Haas profitiert das Unternehmen von den internationalen Klimaschutzbemühungen und dem hohen Ölpreis. In zahlreichen Ländern der Erde werde massiv in erneuerbare Energien investiert, insbesondere in die Wasserkraft, die technisch als ausgereifteste alternative Energiequelle gilt.

Der Auftragsboom hat das Unternehmen mit seiner bisherigen Fläche von 4.000 Quadratmeter zu klein werden lassen. Mit der Erweiterung wird das Unternehmen auf insgesamt rund 9.000 Quadratmeter wachsen. Die Erweiterung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Von Dezember bis Frühjahr 2008 sollen 600 Quadratmeter fertiggestellt werden.

Ab Frühjahr 2008 ist der zweite Bauabschnitt geplant, der weitere 4.500 Quadratmeter Produktionsfläche beinhaltet. Mindestens 35 neue Arbeitsplätze sollen nach dem Willen von WKV-Vorstand Haas geschaffen werden, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Auch die Einstellung von weiteren Auszubildenden sei geplant. Firmengründer und Aufsichtsratschef Manfred Volk sieht seine Prognosen der vergangenen Jahren heute bestätigt: "Wasserkraft wird international die wichtigste regenerative Energiequelle bleiben und verspricht ein enormes energetisches und wirtschaftliches Potenzial, das zunehmend genutzt wird." Bereits 18 Prozent der weltweiten Energie wird mit Wasserkraft erzeugt, obwohl aktuell nur 20 Prozent der Ressourcen technisch erschlossen sind.

Kritik übte Volk an der deutschen Energiepolitik. Das geplante neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beinhalte mit seinen bisherigen Gesetzentwürfen keine deutliche Verbesserung für den Ausbau der regenerativen Energien. "Wir wünschen uns von den Umweltpolitikern nicht nur große Ankündigungen, sondern auch Taten, die die erneuerbaren Energien in Deutschland tatsächlich voranbringen. Im Moment kann ich diesbezüglich so gut wie keine positiven Signale erkennen", kritisierte Volk.

Direkt an die Gemeinde Gutach richtete Aufsichtsratschef Volk einen deutlichen Appell, das Bauvorhaben so schnell als möglich zu genehmigen, da der Produktionsbeginn bereits für Ende 2008 geplant sei. Der Grundstückspreis müsse mit dem in anderen Gemeinden vergleichbar sein, damit die infrastrukturellen Nachteile Gutachs aufgewogen würden, wie zum Beispiel die Entfernung zur Autobahn, was für den Transport der zum Teil mehrere hundert Tonnen schweren Anlagen nachteilig sei. Ebenso sei es immer wieder sehr schwierig, Ingenieure und Facharbeiter aus der Region zu gewinnen.

Manfred Volk: "Wir wollen an unserem Standort in Gutach weiter wachsen und qualifizierte Arbeitskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet hierher anwerben. Allerdings erwarten wir dafür eine entsprechende große Unterstützung durch die Gemeinde, unsere Expansionspläne mittragen zu wollen."




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