Kalifornische Behörde beschließt schärfstes US-Treibhausgas-Gesetz

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat die USA- weit schärfsten Treibhausgas-Auflagen beschlossen.
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16.12.2008

Die staatliche Regulierungsbehörde sprach sich am Donnerstag einstimmig für einen bereits 2006 ausgehandelten Gesetzesvorschlag zur Reduzierung der Treibhausgase aus. Darin ist vorgesehen, den Ausstoß der Schadstoffe bis 2020 um etwa 30 Prozent auf das Niveau von 1990 zu senken. Dies betrifft vor allem Industriebereiche wie Kraftwerke und Raffinerien. Auch der Handel mit Emissionsrechten ist vorgesehen, wenn Betriebe ihre Quoten überziehen oder unter der Obergrenze bleiben.

 

Spätestens ab 2012 sollen dafür verbindliche Beschränkungen vorliegen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger begrüßte die Annahme des Plans als "großartige Entscheidung für die kalifornische Umwelt und unsere Wirtschaft, die als Vorbild für die ganze Nation dienen kann". Erst im Oktober hatte Schwarzenegger verschärfte Maßnahmen gegen CO2- Luftverschmutzer angekündigt. So sollen neue Projekte zur Verringerung des Autoverkehrs und einer Verkürzung von Pendlerwegen gefördert werden.

 

Kurz zuvor hatte Kalifornien gemeinsam mit sechs westlichen US-Bundesstaaten und vier kanadischen Provinzen einen strikten Klimaplan zur Reduzierung von Treibhausgasen vorgestellt. In den im Verbund "Western Climate Initiative" (WCI) zusammengeschlossenen Staaten und Provinzen leben insgesamt über 84 Millionen Menschen.

 

Wissenschaftliche Studien verweisen auf folgenschwere Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Wirtschaft und Umwelt Kaliforniens. So könnte eine frühere Schneeschmelze in den Bergen der Sierra Nevada die Wasserversorgung des Staates beeinträchtigen. Zudem wird mit Verlusten in der Landwirtschaft, Luftverschmutzung, Fischsterben und dem Aussterben von Tierarten gerechnet.





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