Jahr 2007 stellt deutschen Wrmerekord ein

Der anhaltende Trend zu wrmerem Wetter hat sich auch 2007 fortgesetzt.
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02.01.2008

Das Jahr 2007 endete aus Meteorologen-Sicht so, wie es auch begonnen hatte: zu warm. Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes wurde der bisherige Wärmerekord aus dem Jahr 2000 mit einer Durchschnittstemperatur von 9,89 Grad zwar knapp verfehlt. Mit voraussichtlich 9,83 Grad wird 2007 aber als zweitwärmstes Jahr in die deutsche Wettergeschichte eingehen.

Im Folgenden eine Chronik besonderer Wetterereignisse 2007

Januar: In der Neujahrsnacht
gibt es den ersten Orkan des Jahres, mehrere Bahnstrecken im Norden werden gesperrt. Am 18./19. gibt es mit dem Orkan "Kyrill" einen der heftigsten Stürme der vergangenen zehn Jahre: Insgesamt 13 Menschen verlieren ihr Leben. Etwa 50 Millionen Bäume stürzen um. Die Bahn stellt zum ersten Mal überhaupt ihren gesamten Schienenverkehr ein. In der letzten Januarwoche sterben mindestens zehn Menschen auf glatten Straßen.

Februar: Schnee und Eis
verursachen vor allem im Norden und Osten Deutschlands Hunderte von Unfällen. Am 6. stürzt bei Ravensburg ein Lkw von einer 40 Meter hohen Brücke, der Fahrer stirbt.

März: Am 19. und 20. verunglücken bei Schnee- und Eisglätte
fünf Menschen tödlich. Der März ist bereits der siebte Monat in Folge, der zu warm ausfällt.

April: Der April bricht alle Rekorde
Erstmals seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen gibt es in einem Monat Rekordwerte bei Sonnenscheindauer, Temperaturen und Trockenheit. Wegen der Dürre gibt es Flächen- und Waldbrände, die andauernde Trockenheit bedroht die Ernte vieler Landwirte.

Mai: Sturmtief "Ewald" knickt Bäume und Strommasten ein
Lastwagen werden umgeworfen. Mehrere Menschen sterben, die Polizei in Oberfranken spricht von einem "Mini-Kyrill". Am 22. bringen Gewitter im Rheinland sintflutartigen Regen und Orkanböen sowie Schäden in Millionenhöhe. Am 27. trifft ein Blitz in Werbig in Brandenburg vier Bauarbeiter, nur ein Mann überlebt schwer verletzt. Nahe Freiberg in Sachsen liegen Hagelkörner von Taubeneigröße bis zu einen halben Meter hoch auf den Straßen.

Juni: Bei einem Blitzschlag
werden am 9. im Sauerland 14 Menschen bei einem Fußballturnier verletzt. Am 10. verletzt ein Blitz 13 Menschen auf einem Zeltplatz am Nürburgring. Am 13. kommt bei Weimar ein Angler und am 20. bei Euskirchen ein Erdbeerpflücker ums Leben. Am 21. wird ein Kunstwerk der Documenta in Kassel vom Sturm zerstört. Bei Tuttlingen zerfetzt eine Sturmböe ein Zirkuszelt. Eine Metallstange schleudert unglücklich in einen Rettungswagen, ein Sanitäter stirbt.

Juli: Wegen starken Gewitters
wird am 21./22. in den Kreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim Katastrophenalarm ausgelöst. Am 26. werden auf Rügen Kreideabbrüche von 5.000 Kubikmetern festgestellt. Im Kreis Cuxhaven werden mehr als 1.000 Kinder aus zwei Zeltlagern gerettet.

August: In Berlin muss der Flugbetrieb
in Tegel am 8. wegen Starkregens unterbrochen werden. In Nordrhein-Westfalen sterben am 10. zwei Menschen im Hochwasser.

September: Regenmassen wie sonst in zwei Monaten
überfluten zwischen dem 27. und dem 29. große Teile Südniedersachsens bis hinein nach Nordhessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Im Landkreis Hildesheim wird nach mehreren Deichbrüchen der Katastrophenfall ausgerufen.

Oktober: In Bayern und Baden-Württemberg schneit es
zwischen dem 20. bis 22. stark, selbst im Flachland liegen stellenweise bis zu zehn Zentimeter Schnee.

November: Eine Sturmflut an der Küste
verursacht am 9. insbesondere auf Helgoland Dünenabbrüche und setzt in Hamburg Teile des Hafens sowie etliche Straßen unter Wasser.

Dezember: Schlechtes Wetter
verhindert am 8. den Abschiedsbesuch des Kreuzfahrtschiffes "Queen Elizabeth 2" in Deutschland. Wegen heftigen Windes und starken Seegangs kann der Luxusliner nicht in den Hamburger Hafen fahren.




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