2,3 Millionen Euro fr 21 neue Biomasseheizwerke

Bayern baut seine Spitzenposition bei der Nutzung von Holzenergie weiter aus.
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07.01.2008

Zum Ende des vergangenen Jahres hat Landwirtschaftsminister Josef Miller für 21 neue Biomasseheizwerke auf Holzbasis Fördermittel zugesagt. Die Anlagen verwerten Wald- und Resthölzer, die früher meist ungenutzt im Wald liegen blieben oder dort verbrannt werden mussten, um den Befall mit Forstschädlingen einzudämmen. Für die 21 neuen Anlagen mit modernster Abgasreinigung werden vom Freistaat insgesamt rund 2,3 Millionen Euro aus Landesmitteln bereitgestellt. Von Ansbach bis Zangberg werden damit in ganz Bayern öffentliche und private Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. So wird der Ausstoß von insgesamt rund 16 000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden.

Miller bezeichnete die Projekte als „Musterbeispiele für eine vorausschauende klima- und ressourcenschonende Energieversorgung“. Angesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe und der Treibhausproblematik werde die energetische Nutzung regenerativer Biomasse immer wichtiger. Allein im Jahr 2006 wurden in Bayern insgesamt rund 4,5 Millionen Tonnen Holz in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln und Pellets und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahr verwendet. Landesweit gibt es bereits über 270 geförderte Biomasseheiz- und -heizkraftwerke. Der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch in Bayern liegt bei 5,2 Prozent. Miller: „Strom und Wärme aus Wald, Feld und Stall haben Zukunft.“

Durch Biomasse werden in Bayern jährlich rund 6,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Von 1990 bis Ende 2006 hat die Staatsregierung insgesamt 220 Millionen Euro – davon rund 179 Millionen Euro allein aus Landesmitteln – in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert. Davon profitiert die Forstwirtschaft in Bayern. Besonders gefragt sind bei der Organisation der Belieferung von Biomasseheizwerken auch die Zusammenschlüsse der Waldbesitzer. „Im ländlichen Raum entsteht auf diese Weise für Land- und Forstwirtschaft ein zusätzliches Einkommen“, sagte der Minister.




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