SolarWorld: PV-Anlagen funktionieren 150 Jahre lang

(03.09.2007)  Ein häufig gehörter Einwand gegen Solarstrommodule heißt seit 20 Jahren: Zur Produktion von Modulen werde mehr Energie verbraucht als sie selbst je produzieren werden.
Das war schon immer Unsinn. Denn seit Jahren ist erwiesen, dass eine moderne Solarstromanlage nach zwei bis vier Jahren bereits so viel Strom erzeugt hat, wie notwendig war zu ihrer Herstellung. Dünnschichtzellen haben eine noch weit günstigere Energiebilanz. Und moderne Anlagen laufen zwischen 30 und 40 Jahren.
 
Nun hat Deutschlands größter Solarkonzern SolarWorld Zahlen bekannt gegeben, die belegen, dass die Energiebilanz heutiger Photovoltaikanlagen noch weit günstiger ist als bisher angenommen.
 
SolarWorld recycelt seit einigen Jahren ausgediente Solarstrommodule. Die Erfahrung zeigt: Solarmodule können mit geringem Energieaufwand vier- bis fünfmal recycelt werden. Das bedeutet, dass ihre Lebensdauer mindestens 150 Jahre betragen kann. Eine günstigere Energiebilanz ist kaum denkbar. 
 

Ein Beispiel: Die Solarworld AG  hat Deutschlands ältestes solares Großkraftwerk aus dem Jahr 1983 auf der Nordseeinsel Pellworm recycelt. Die alten Solarstrommodule aus dem Haus AEG –Telefunken wurden in hochwertige Solarsiliziumwafer zurückverwandelt. Am Ende standen hochwertige Ausgangsprodukte für neue Solarsiliziumzellen. Das Recyceln der ersten 300 kW des historischen Solarkraftwerks brachte selbst für Fachleute eine Überraschung. Der Wirkungsgrad der neuen Solarzellen ist bis zu 2 % höher als bei der alten Photovoltaikanlage.

Die Zahlen nannten die beiden SolarWorld-Mitarbeiter Peter Finger und Michael Schmidt in Bonn. 


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